
Etwas hat sich verändert
Nachdem ich mich nach unserer Reise in den kleinen Kaukasus wieder erholt hatte, nach vielen Tagen des Herumliegens, Tee trinken und Inhalieren, stand endlich wieder ein ganz besonderer Ausflug an. Eine Veranstaltung, die ich als Kind geliebt habe!
Wir hatten uns Tickets für die letzte Show des Jahres im Zirkus geholt! :) Ich habe mich wieder wie ein kleines Kind gefühlt, das mit leuchtenden Augen und großer Vorfreude das Zirkus Gebäude betritt. Noch heute empfinde ich es irgendwie magisch, einen Zirkus zu betreten… diese faszinierende rote Manege mit einer großen Kuppel über ihr, die bis in den Himmel zu reichen scheint… herunterhängende Seile und Stangen, die ein wenig über die akrobatische Kunst erahnen lassen, die einen gleich erwartet… der Geruch von Zuckerwatte in der Luft und dieser majestätische rote Vorhang, hinter dem sich magische Welten und Zauberei verborgen halten.
Mein Kinderherz war begeistert und vollkommen erfüllt an diesem Abend!


Den September verbrachten wir mit regelmäßigen Ausflügen zum Strand, Abendspaziergängen im nahe gelegenen Park und Planen, Planen, Planen. Ach ja, die meiste Zeit meiner Tage war ich damit beschäftigt ein Geburtstagsvideo für meinen Mann zu erstellen, der im Oktober seinen 40ten Geburtstag gefeiert hat. Wer so ein großes Unterfangen schon mal gemacht hat, weiß wieviel Zeit, Arbeit und Nerven in so ein Projekt einfließen können, insbesondere, wenn auch noch andere darin involviert sind. :)
Was das planen betrifft: Bereits im Sommer hatte sich zunächst eine vage Möglichkeit ergeben, eventuell über den Winter in nördlichere Breitengrade fahren zu können. Im Laufe der Zeit wurde es dann konkreter, sodass wir beschlossen, Mitte Oktober zunächst zurück nach Deutschland zu fliegen, dort einen kurzen Zwischenstopp bei Familie zu machen und Sergejs 40ten Geburtstag zu feiern, um von dort aus dann unsere nächste Reise anzutreten.
Und genau das taten wir auch.
Nach über einem halben Jahr in Georgien und nach einem ganzen Jahr unterwegs, ging es für uns erstmal wieder nach Deutschland, in die Kleinstadt, in der unsere Familien leben und wo wir selbst aufgewachsen sind.
Es war schön, alle wiederzusehen und gemeinsam Zeit zu verbringen. Zum ersten Mal seit Jahren habe ich mich wieder so richtig wohl gefühlt an diesem Ort. Zum ersten Mal nach langer Zeit habe ich mich aufrichtig gefreut, wieder dahinzukommen. Irgendetwas hatte sich verändert… Ich hatte mich verändert.
Dieses eine Jahr unterwegs sein war – so viel schöne und erfahrungsreiche Momente wir auch hatten – vor allem eines: ziemlich herausfordernd.


Ich sah mich mit vielen Zweifeln und Ängsten konfrontiert, von denen ich dachte, ich hätte sie unter Kontrolle bzw. dass sie gar nicht so groß wären. Doch so ein neues Leben – eine komplett neue, sich stetig wechselnde Umgebung, 24/7 zusammen mit dem eigenen Partner, wenig Stabilität im Außen und mittendrin Du selbst mit all deinen Prägungen, Ansichten und Traumata, die ja jeder von uns hat – bringt alles an die Oberfläche, was man über die Jahre so eifrig mithilfe von Bewältigungsstrategien maskiert hat. Aber mehr dazu ein andermal.
Ich spürte jedenfalls, dass etwas in mir sich verändert hatte und ich konnte die kurze Zeit in Deutschland mit meinen Liebsten genießen, bis erneut der Abreisetag kam.
Diese nächste Reise erforderte etwas mehr Vorbereitung und vor allem Gepäck. :) Denn es sollte in deutlich kältere Regionen gehen, als wir es das ganze letzte Jahr über erlebt hatten. Erneut konnten wir uns ein Auto bei Familie ausleihen (wir haben da eine Vereinbarung, die für alle Parteien zufriedenstellend ist), um alles Notwendige transportieren und an unserem Reiseziel mobil sein zu können.
Ich liebe lange Autofahrten und diese hier war mal wieder eine. Ich wurde letztens gefragt, womit ich bzw. wir uns bei so langen Fahrten die Zeit vertreiben. Die erste Antwort, die mir kam, war: mit Podcast hören. Tatsächlich gefällt es uns gemeinsam einem interessanten Gespräch zuzuhören und uns anschließend darüber auszutauschen. Doch die meiste Zeit über hören wir weder einen Podcast noch läuft bei uns Musik. Stattdessen unterhalten wir uns.


Für uns ist eine stundenlange Autofahrt ein bisschen so wie ein langer ausgiebiger Spaziergang, bei dem wir gerne über alles mögliche sprechen. Wir lieben es aber auch einfach die Gegend zu beobachten und jeder in seiner eigenen Welt zu versinken.
Wir mussten zwei Zwischenstopps einlegen, von denen einer im Norden Deutschlands lag: Warnemünde. Ein zauberhafter Ort, an dem ich früher, während meiner Zeit in Berlin, gerne öfter war. Dieses kleine verträumte Urlaubsörtchen mit seinen hanseatischen kleinen Häuschen, den bunten Fischkuttern, an denen man leckere, überteuerte Fischbrötchen bekommt und dem langen, breiten Ostseestrand, hat eine ganz besondere Atmosphäre.
Und da der nächste Abschnitt unserer Reise eine Fährfahrt von Rostock aus beinhaltete, wollte ich unbedingt einen Zwischenstopp in Warnemünde machen. Die frische Ostseeluft einatmen, eines dieser überteuerten Fischbrötchen essen und einmal durch die kleinen Gassen der verträumten Altstadt laufen.
Am nächsten Morgen ging es für uns bereits um 5 Uhr los. Das erste Mal auf einer so großen Fähre und dann auch noch mit dem Auto. Aufregend! Und wieder eine neue Erfahrung, erneut leichte Aufregung und ganz viel Vorfreude.
Die Überfahrt selbst verlief ruhig und ereignislos. Nach 7 Stunden war endlich wieder Land in Sicht. Juhu, dachten wir! Nur noch einmal wenden und anlegen, dann betreten wir endlich wieder ein neues Land. Doch daraus wurde nichts, denn der Wind und die hohen Wellen ließen ein Anlegen nicht zu und so mussten wir wieder zurück aufs Meer und so lange ausharren, bis sich der Wind etwas beruhigt hatte.


Nach weiteren 5 Stunden auf dem Wasser, die uns wie eine halbe Ewigkeit vorkamen, kam dann endlich die erlösende Durchsage: der Wind hat sich beruhigt, wir können es erneut versuchen.
Was für eine Überfahrt! Nach 12 Stunden auf dem Wasser, in tiefster Dunkelheit, hungrig und völlig gerädert, konnten wir runter von der Fähre und damit endlich ein für uns neues Land betreten: Schweden – unser nächstes Abenteuer!
Fortsetzung folgt…
Etwas hat sich verändert

Nachdem ich mich nach unserer Reise in den kleinen Kaukasus wieder erholt hatte, nach vielen Tagen des Herumliegens, Tee trinken und Inhalieren, stand endlich wieder ein ganz besonderer Ausflug an. Eine Veranstaltung, die ich als Kind geliebt habe!
Wir hatten uns Tickets für die letzte Show des Jahres im Zirkus geholt! :) Ich habe mich wieder wie ein kleines Kind gefühlt, das mit leuchtenden Augen und großer Vorfreude das Zirkus Gebäude betritt. Noch heute empfinde ich es irgendwie magisch, einen Zirkus zu betreten… diese faszinierende rote Manege mit einer großen Kuppel über ihr, die bis in den Himmel zu reichen scheint… herunterhängende Seile und Stangen, die ein wenig über die akrobatische Kunst erahnen lassen, die einen gleich erwartet… der Geruch von Zuckerwatte in der Luft und dieser majestätische rote Vorhang, hinter dem sich magische Welten und Zauberei verborgen halten.
Mein Kinderherz war begeistert und vollkommen erfüllt an diesem Abend!

Den September verbrachten wir mit regelmäßigen Ausflügen zum Strand, Abendspaziergängen im nahe gelegenen Park und Planen, Planen, Planen. Ach ja, die meiste Zeit meiner Tage war ich damit beschäftigt ein Geburtstagsvideo für meinen Mann zu erstellen, der im Oktober seinen 40ten Geburtstag gefeiert hat. Wer so ein großes Unterfangen schon mal gemacht hat, weiß wieviel Zeit, Arbeit und Nerven in so ein Projekt einfließen können, insbesondere, wenn auch noch andere darin involviert sind. :)
Was das planen betrifft: Bereits im Sommer hatte sich zunächst eine vage Möglichkeit ergeben, eventuell über den Winter in nördlichere Breitengrade fahren zu können. Im Laufe der Zeit wurde es dann konkreter, sodass wir beschlossen, Mitte Oktober zunächst zurück nach Deutschland zu fliegen, dort einen kurzen Zwischenstopp bei Familie zu machen und Sergejs 40ten Geburtstag zu feiern, um von dort aus dann unsere nächste Reise anzutreten.
Und genau das taten wir auch.

Nach über einem halben Jahr in Georgien und nach einem ganzen Jahr unterwegs, ging es für uns erstmal wieder nach Deutschland, in die Kleinstadt, in der unsere Familien leben und wo wir selbst aufgewachsen sind.
Es war schön, alle wiederzusehen und gemeinsam Zeit zu verbringen. Zum ersten Mal seit Jahren habe ich mich wieder so richtig wohl gefühlt an diesem Ort. Zum ersten Mal nach langer Zeit habe ich mich aufrichtig gefreut, wieder dahinzukommen. Irgendetwas hatte sich verändert… Ich hatte mich verändert.
Dieses eine Jahr unterwegs sein war – so viel schöne und erfahrungsreiche Momente wir auch hatten – vor allem eines: ziemlich herausfordernd.

Ich sah mich mit vielen Zweifeln und Ängsten konfrontiert, von denen ich dachte, ich hätte sie unter Kontrolle bzw. dass sie gar nicht so groß wären. Doch so ein neues Leben – eine komplett neue, sich stetig wechselnde Umgebung, 24/7 zusammen mit dem eigenen Partner, wenig Stabilität im Außen und mittendrin Du selbst mit all deinen Prägungen, Ansichten und Traumata, die ja jeder von uns hat – bringt alles an die Oberfläche, was man über die Jahre so eifrig mithilfe von Bewältigungsstrategien maskiert hat. Aber mehr dazu ein andermal.
Ich spürte jedenfalls, dass etwas in mir sich verändert hatte und ich konnte die kurze Zeit in Deutschland mit meinen Liebsten genießen, bis erneut der Abreisetag kam.

Diese nächste Reise erforderte etwas mehr Vorbereitung und vor allem Gepäck. :) Denn es sollte in deutlich kältere Regionen gehen, als wir es das ganze letzte Jahr über erlebt hatten. Erneut konnten wir uns ein Auto bei Familie ausleihen (wir haben da eine Vereinbarung, die für alle Parteien zufriedenstellend ist), um alles Notwendige transportieren und an unserem Reiseziel mobil sein zu können.
Ich liebe lange Autofahrten und diese hier war mal wieder eine. Ich wurde letztens gefragt, womit ich bzw. wir uns bei so langen Fahrten die Zeit vertreiben. Die erste Antwort, die mir kam, war: mit Podcast hören. Tatsächlich gefällt es uns gemeinsam einem interessanten Gespräch zuzuhören und uns anschließend darüber auszutauschen. Doch die meiste Zeit über hören wir weder einen Podcast noch läuft bei uns Musik. Stattdessen unterhalten wir uns.

Für uns ist eine stundenlange Autofahrt ein bisschen so wie ein langer ausgiebiger Spaziergang, bei dem wir gerne über alles mögliche sprechen. Wir lieben es aber auch einfach die Gegend zu beobachten und jeder in seiner eigenen Welt zu versinken.
Wir mussten zwei Zwischenstopps einlegen, von denen einer im Norden Deutschlands lag: Warnemünde. Ein zauberhafter Ort, an dem ich früher, während meiner Zeit in Berlin, gerne öfter war. Dieses kleine verträumte Urlaubsörtchen mit seinen hanseatischen kleinen Häuschen, den bunten Fischkuttern, an denen man leckere, überteuerte Fischbrötchen bekommt und dem langen, breiten Ostseestrand, hat eine ganz besondere Atmosphäre.
Und da der nächste Abschnitt unserer Reise eine Fährfahrt von Rostock aus beinhaltete, wollte ich unbedingt einen Zwischenstopp in Warnemünde machen. Die frische Ostseeluft einatmen, eines dieser überteuerten Fischbrötchen essen und einmal durch die kleinen Gassen der verträumten Altstadt laufen.

Am nächsten Morgen ging es für uns bereits um 5 Uhr los. Das erste Mal auf einer so großen Fähre und dann auch noch mit dem Auto. Aufregend! Und wieder eine neue Erfahrung, erneut leichte Aufregung und ganz viel Vorfreude.
Die Überfahrt selbst verlief ruhig und ereignislos. Nach 7 Stunden war endlich wieder Land in Sicht. Juhu, dachten wir! Nur noch einmal wenden und anlegen, dann betreten wir endlich wieder ein neues Land. Doch daraus wurde nichts, denn der Wind und die hohen Wellen ließen ein Anlegen nicht zu und so mussten wir wieder zurück aufs Meer und so lange ausharren, bis sich der Wind etwas beruhigt hatte.

Nach weiteren 5 Stunden auf dem Wasser, die uns wie eine halbe Ewigkeit vorkamen, kam dann endlich die erlösende Durchsage: der Wind hat sich beruhigt, wir können es erneut versuchen.
Was für eine Überfahrt! Nach 12 Stunden auf dem Wasser, in tiefster Dunkelheit, hungrig und völlig gerädert, konnten wir runter von der Fähre und damit endlich ein für uns neues Land betreten: Schweden – unser nächstes Abenteuer!
Fortsetzung folgt…
Etwas hat sich verändert
Nachdem ich mich nach unserer Reise in den kleinen Kaukasus wieder erholt hatte, nach vielen Tagen des Herumliegens, Tee trinken und Inhalieren, stand endlich wieder ein ganz besonderer Ausflug an. Eine Veranstaltung, die ich als Kind geliebt habe!
Wir hatten uns Tickets für die letzte Show des Jahres im Zirkus geholt! :) Ich habe mich wieder wie ein kleines Kind gefühlt, das mit leuchtenden Augen und großer Vorfreude das Zirkus Gebäude betritt.

Noch heute empfinde ich es irgendwie magisch, einen Zirkus zu betreten… diese faszinierende rote Manege mit einer großen Kuppel über ihr, die bis in den Himmel zu reichen scheint… herunterhängende Seile und Stangen, die ein wenig über die akrobatische Kunst erahnen lassen, die einen gleich erwartet… der Geruch von Zuckerwatte in der Luft und dieser majestätische rote Vorhang, hinter dem sich magische Welten und Zauberei verborgen halten.
Mein Kinderherz war begeistert und vollkommen erfüllt an diesem Abend!

Den September verbrachten wir mit regelmäßigen Ausflügen zum Strand, Abendspaziergängen im nahe gelegenen Park und Planen, Planen, Planen. Ach ja, die meiste Zeit meiner Tage war ich damit beschäftigt ein Geburtstagsvideo für meinen Mann zu erstellen, der im Oktober seinen 40ten Geburtstag gefeiert hat. Wer so ein großes Unterfangen schon mal gemacht hat,
weiß wieviel Zeit, Arbeit und Nerven in so ein Projekt einfließen können, insbesondere, wenn auch noch andere darin involviert sind. :)
Was das planen betrifft: Bereits im Sommer hatte sich zunächst eine vage Möglichkeit ergeben, eventuell über den Winter in nördlichere Breitengrade fahren zu können. Im Laufe der Zeit wurde es dann konkreter, sodass wir beschlossen, Mitte Oktober zunächst zurück nach Deutschland zu fliegen, dort einen kurzen Zwischenstopp bei Familie zu machen und Sergejs 40ten Geburtstag zu feiern, um von dort aus dann unsere nächste Reise anzutreten.
Und genau das taten wir auch.
Nach über einem halben Jahr in Georgien und nach einem ganzen Jahr unterwegs, ging es für uns erstmal wieder nach Deutschland, in die Kleinstadt, in der unsere Familien leben und wo wir selbst aufgewachsen sind.
Es war schön, alle wiederzusehen und gemeinsam Zeit zu verbringen. Zum ersten Mal seit Jahren habe ich mich wieder so richtig wohl gefühlt an diesem Ort.

Zum ersten Mal nach langer Zeit habe ich mich aufrichtig gefreut, wieder dahinzukommen. Irgendetwas hatte sich verändert… Ich hatte mich verändert.
Dieses eine Jahr unterwegs sein war – so viel schöne und erfahrungsreiche Momente wir auch hatten – vor allem eines: ziemlich herausfordernd.

Ich sah mich mit vielen Zweifeln und Ängsten konfrontiert, von denen ich dachte, ich hätte sie unter Kontrolle bzw. dass sie gar nicht so groß wären. Doch so ein neues Leben – eine komplett neue, sich stetig wechselnde Umgebung, 24/7 zusammen mit dem eigenen Partner, wenig Stabilität im Außen und mittendrin Du selbst mit all deinen Prägungen,
Ansichten und Traumata, die ja jeder von uns hat – bringt alles an die Oberfläche, was man über die Jahre so eifrig mithilfe von Bewältigungsstrategien maskiert hat. Aber mehr dazu ein andermal.
Ich spürte jedenfalls, dass etwas in mir sich verändert hatte und ich konnte die kurze Zeit in Deutschland mit meinen Liebsten genießen, bis erneut der Abreisetag kam.
Diese nächste Reise erforderte etwas mehr Vorbereitung und vor allem Gepäck. :) Denn es sollte in deutlich kältere Regionen gehen, als wir es das ganze letzte Jahr über erlebt hatten. Erneut konnten wir uns ein Auto bei Familie ausleihen (wir haben da eine Vereinbarung, die für alle Parteien zufriedenstellend ist), um alles Notwendige transportieren und an unserem Reiseziel mobil sein zu können.

Ich liebe lange Autofahrten und diese hier war mal wieder eine. Ich wurde letztens gefragt, womit ich bzw. wir uns bei so langen Fahrten die Zeit vertreiben. Die erste Antwort, die mir kam, war: mit Podcast hören. Tatsächlich gefällt es uns gemeinsam einem interessanten Gespräch zuzuhören und uns anschließend darüber auszutauschen. Doch die meiste Zeit über hören wir weder einen Podcast noch läuft bei uns Musik. Stattdessen unterhalten wir uns.

Für uns ist eine stundenlange Autofahrt ein bisschen so wie ein langer ausgiebiger Spaziergang, bei dem wir gerne über alles mögliche sprechen. Wir lieben es aber auch einfach die Gegend zu beobachten und jeder in seiner eigenen Welt zu versinken.
Wir mussten zwei Zwischenstopps einlegen, von denen einer im Norden Deutschlands lag: Warnemünde.
Ein zauberhafter Ort, an dem ich früher, während meiner Zeit in Berlin, gerne öfter war. Dieses kleine verträumte Urlaubsörtchen mit seinen hanseatischen kleinen Häuschen, den bunten Fischkuttern, an denen man leckere, überteuerte Fischbrötchen bekommt und dem langen, breiten Ostseestrand, hat eine ganz besondere Atmosphäre.
Und da der nächste Abschnitt unserer Reise eine Fährfahrt von Rostock aus beinhaltete, wollte ich unbedingt einen Zwischenstopp in Warnemünde machen. Die frische Ostseeluft einatmen, eines dieser überteuerten Fischbrötchen essen und einmal durch die kleinen Gassen der verträumten Altstadt laufen.
Am nächsten Morgen ging es für uns bereits um 5 Uhr los. Das erste Mal auf einer so großen Fähre und dann auch noch mit dem Auto. Aufregend! Und wieder eine neue Erfahrung, erneut leichte Aufregung und ganz viel Vorfreude.

Die Überfahrt selbst verlief ruhig und ereignislos. Nach 7 Stunden war endlich wieder Land in Sicht. Juhu, dachten wir! Nur noch einmal wenden und anlegen, dann betreten wir endlich wieder ein neues Land. Doch daraus wurde nichts, denn der Wind und die hohen Wellen ließen ein Anlegen nicht zu und so mussten wir wieder zurück aufs Meer und so lange ausharren, bis sich der Wind etwas beruhigt hatte.

Nach weiteren 5 Stunden auf dem Wasser, die uns wie eine halbe Ewigkeit vorkamen, kam dann endlich die erlösende Durchsage: der Wind hat sich beruhigt, wir können es erneut versuchen.
Was für eine Überfahrt! Nach 12 Stunden auf dem Wasser, in tiefster Dunkelheit, hungrig und völlig gerädert, konnten wir runter von der Fähre und damit endlich ein für uns neues Land betreten: Schweden – unser nächstes Abenteuer!
Fortsetzung folgt…